plc News: Lohn­aus­weis – das soll­ten Sie wis­sen

Die «Weg­lei­tung zum Aus­fül­len des Lohn­aus­wei­ses» und die «FAQ-Fra­gen und Ant­wor­ten zum Lohn­aus­weis» wer­den regel­mäs­sig den neus­ten Geset­zes­vor­ga­ben und der Pra­xis ange­passt.

Um den Lohn­aus­weis, wel­cher eine Urkun­de ist, kor­rekt zu erstel­len, lohnt sich ein Blick in die­se bei­den Doku­men­te.

 

In die­sem Arti­kel gehen wir bewusst auf zwei Prä­zi­sie­run­gen ein. In den FAQ wer­den wei­te­re The­men wie Gehalts­ne­ben­leis­tun­gen, Leis­tun­gen von Drit­ten, Lohn­nach­ge­nuss und jah­res­über­grei­fen­de Quel­len­steu­ern auf­ge­grif­fen.

 

Umzugs­ent­schä­di­gun­gen

In der Weg­lei­tung wur­de ein rele­van­ter Punkt prä­zi­siert: Vom Arbeit­ge­ber bezahl­te Umzugs­ent­schä­di­gun­gen sind steu­er­pflich­tig, ganz gleich ob pau­schal oder effek­tiv gegen Beleg. Zwei Aus­nah­men von effek­ti­ven Aus­la­gen wer­den erlaubt und erklärt: War der Umzug auf­grund eines äus­se­ren beruf­li­chen Zwangs not­wen­dig – etwa bei Sitz­ver­le­gung des Arbeit­ge­bers – oder han­delt es sich um einen ent­sand­ten Mit­ar­bei­ter, der die Bedin­gun­gen der Ver­ord­nung über den Abzug beson­de­rer Berufs­kos­ten von Expa­tria­tes (ExpaV) erfüllt? Die­se Aus­la­gen sol­len als Bemer­kung unter Zif­fer 15 auf­ge­führt wer­den, alle ande­ren Fäl­le unter Zif­fer 3.

 

Aus – und Wei­ter­bil­dung

Im Kreis­schrei­ben (KS) 42 vom 30. Novem­ber 2017 hat die Eid­ge­nös­si­sche Steu­er­ver­wal­tung die steu­er­li­che Behand­lung der berufs­ori­en­tier­ten Aus-, Wei­ter­bil­dungs- und Umschu­lungs­kos­ten vor allem aus Sicht des Steu­er­pflich­ti­gen dar­ge­legt. Weil die Weg­lei­tung nur wenig über deren Behand­lung auf dem Lohn­aus­weis ent­hält, wur­den Details zu ver­schie­de­nen Situa­tio­nen in den aktua­li­sier­ten FAQ behan­delt. Die Berufs­ori­en­tie­rung hin­ge­gen wird im KS erläu­tert.

 

Wich­tig ist die fol­gen­de Defi­ni­ti­on: Berufs­ori­en­tier­te Aus-, Wei­ter­bil­dung und Umschu­lung bedeu­tet, durch Ler­nen beruf­li­che Qua­li­fi­ka­tio­nen zu erwer­ben oder zu erwei­tern. Ent­schei­dend ist die Ver­mitt­lung von beruf­li­chem Wis­sen. Bei Bera­tungs­dienst­leis­tun­gen, die der Lösung eines Pro­blems die­nen, ist die­se Vor­aus­set­zung nicht gege­ben. Daher gel­ten Berufs- und Kar­rie­re­be­ra­tun­gen, Coa­chings und Trai­nings nicht als berufs­ori­en­tiert. Der Arbeit­ge­ber muss jeden Fall ein­zeln beur­tei­len, denn mit der­sel­ben Mass­nah­me kann er unter­schied­li­che Zie­le ver­fol­gen. Wir emp­feh­len daher, klar berufs­ori­en­tier­te Aus- und Wei­ter­bil­dun­gen nicht auf dem Lohn­aus­weis zu dekla­rie­ren, sofern die Rech­nung vom Anbie­ter auf den Arbeit­ge­ber aus­ge­stellt ist und von die­sem bezahlt wird.

 

Akti­vi­tä­ten, die eine Mischung aus Anreiz und berufs­ori­en­tier­ter Aus- und Wei­ter­bil­dung sind, soll­te der Arbeit­ge­ber mit dem zustän­di­gen Steu­er­amt klä­ren oder auf dem Lohn­aus­weis unter Zif­fer 15 ange­ben. Bei nicht berufs­ori­en­tier­ten finan­zi­el­len Unter­stüt­zun­gen des Arbeit­ge­bers gehört der Betrag unter Zif­fer 2.3. Bei berufs­ori­en­tier­ten Aus- und Wei­ter­bil­dun­gen (inkl. Umschu­lun­gen) gel­ten: Erfolgt eine Rück­ver­gü­tung des Arbeit­ge­bers an den Mit­ar­bei­ter, so muss die­ser Betrag immer unter Zif­fer 13.3 auf­ge­führt wer­den. Und über­nimmt bei einem Stel­len­wech­sel der neue Arbeit­ge­ber Kos­ten, die beim alten Arbeit­ge­ber zurück­be­zahlt wer­den muss­ten, so gibt es zwei Mög­lich­kei­ten: Ist die betrof­fe­ne Aus- und Wei­ter­bil­dung noch nicht abge­schlos­sen, erfolgt die Dekla­ra­ti­on unter Zif­fer 13.3, ist sie bereits abge­schlos­sen unter Zif­fer 2.3.

 

Die Sub­jekt­fi­nan­zie­rung ist seit dem 1. Janu­ar 2018 in Kraft. Seit­her haben Arbeit­ge­ber ihren Mit­ar­bei­tern ver­mehrt Dar­le­hen gewährt, damit die­se die Zah­lung sel­ber leis­ten und dadurch Bun­des­sub­ven­tio­nen bean­spru­chen kön­nen. Die­se Dar­le­hen müs­sen nicht auf dem Lohn­aus­weis dekla­riert wer­den. Hin­ge­gen soll­te der Arbeit­ge­ber einen Dar­le­hens­ver­trag mit dem Mit­ar­bei­ter abschlies­sen, damit die­ser die Schuld in der Steu­er­erklä­rung aus­wei­sen kann.

 

Eine kor­rek­te Beschei­ni­gung auf dem Lohn­aus­weis ist abso­lut emp­feh­lens­wert, wel­che sei­tens Arbeit­ge­ber ent­spre­chen­de Infor­ma­ti­ons­flüs­se bedingt.

 

Irè­ne Stal­der, Janu­ar 2019

Arti­kel erschie­nen in der Unter­neh­mer­zei­tung 1–2 | 2019

 

 

 
25/02/2019

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